Carolina Sabarny, M. Sc. (FRE)

 

Was macht eigentlich... eine Fachstudienberaterin an der FRE?

Carolina Sabarny auf der Vocatium 2022 Urheberrecht: © FRE

FRE: Hallo Carolina, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, ein Interview mit uns zu führen!

FRE: Kannst du dich nochmal kurz vorstellen? Für alle, die dich noch nicht kennen, auch wenn das wahrscheinlich nur sehr wenige Leute sind?

Carolina: Mein Name ist Carolina Sabarny. Ich habe im Bachelor und Master Rohstoffingenieurwesen an der RWTH Aachen an unserer Fachgruppe studiert. Und habe in meinem Master ein Auslandssemester in Finnland an der Aalto University gemacht, weswegen ich damals dann auch schon viel Kontakt zu Sabine Backus hatte und sie damals auch schon liebgewonnen habe - sie ist ja nun meine Chefin. Danach habe ich zunächst zur Hälfte am IFM und zur Hälfte an der Fachgruppe gearbeitet, mit dem Ziel der Promotion. An der Fachgruppe habe ich zu Beginn die Studiengänge Rohstoffingenieurwesen und Nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung als Fachstudienberaterin und Mentorin betreut. Seit etwa einem Jahr bin ich komplett an der Fachgruppe tätig und betreue alle unsere Studiengänge.

FRE: Was sind deine Aufgaben als Studienberaterin und Mentorin?

Carolina: Das ist gar nicht so einfach zu sagen, denn es kommen immer wieder neue Aufgaben auf mich zu, immer wenn ich denke, ich hätte schon alles erlebt. ;) Meine Aufgabe ist prinzipiell die Rundum-Betreuung der Studierenden während des Studiums vom Bachelor bis zum Ende des Masters. Je zweimal in der Woche habe ich Sprechstunde im Rahmen der Studienberatung und des Mentorings. Bei der Beratung geht es um alles rund um den Studienverlauf und die Prüfungsvorbereitung. Im Mentoring geht es dann oft eher um Sorgen und Probleme der Studierenden. Wie kriegt man alles unter einen Hut: Studium, Privatleben, finanzielle Sorgen etc. Hierfür erarbeiten wir dann gemeinsam mögliche Studienpläne, gerade auch im Hinblick auf die Klausurvorbereitung. Ansonsten helfe ich natürlich auch bei der Antragstellung und bei der Bearbeitung der Anträge in den Prüfungsausschüssen. Darüber hinaus bin ich auch für Studieninteressierte bspw. auf Schülermessen die Ansprechpartnerin, das heißt, wenn Schüler*innen sich für unsere Studiengänge interessieren, kommen sie erstmal auf mich zu.

Neben den Beratungstätigkeiten bearbeite ich aber auch die Masterbewerbungen, die Studierende von externen Hochschulen einschicken und mache einen Vorschlag für die Auflagenvergabe. Darüber hinaus betreue ich die Veranstaltung Scientific Writing and Presenting zusammen mit Kolleg*innen vom Sprachenzentrum.

FRE: Wenn es einen typischen Arbeitstag bei dir gibt, wie sieht der aus?

Carolina: Das ist schwierig zu sagen. Die typischen Tage sind für mich der Mittwoch und der Donnerstag, weil ich da die Sprechstunden für unsere Studiengänge habe. Mittwochs habe ich dann auch die wöchentliche Besprechung mit meinen HiWis, in der wir durchgehen, was wir alles geschafft haben und was in der kommenden Woche ansteht. Dann sind Mittwochnachmittag meistens verschiedene Sitzungen. Allgemein habe ich viele Telefonate und Onlinemeetings, das hat natürlich durch Corona auch zugenommen. Und wenn das Gröbste geschafft ist, versuche ich dann irgendwann auch Feierabend zu machen. ;)

FRE: Im ersten Interview von 2018, das wir mit dir geführt haben, als du die Stelle als Studienberaterin an der Fachgruppe neu angetreten hast, hast du mit uns über deine Erwartungen an den Job gesprochen. Haben sich nun, nach etwas mehr als drei Jahren, diese soweit erfüllt oder ist es doch etwas anders gekommen, als du es gedacht hast?

Carolina: Es ist tatsächlich sehr Vieles anders gekommen als ich das gedacht hatte! Zum einen war angedacht, dass ich nur 3 Jahre an der Fachgruppe bin, danach meine Promotion beende und dann in die Industrie gehe. Das hat sich geändert. Ich bin jetzt unbefristet hier als Fachstudienberaterin tätig, weil es mir so viel Spaß macht. Und sonst habe ich anfangs die ganze Arbeit, die im Hintergrund abläuft, wie Anträge schreiben und Bewerbungen durchsehen, vielleicht etwas unterschätzt. Aber es macht mir insgesamt sehr viel Spaß, deswegen habe ich mich ja auch entschieden, hier zu bleiben.

FRE: Was macht dir an deinem Job besonders viel Spaß? Und welche Aufgaben würdest du lieber immer an deine HiWis delegieren?

Carolina: Was mir am meisten Spaß macht, ist, dass der Job so abwechslungsreich ist. Es wird nie langweilig. Und mir gefällt auch besonders gut der direkte Kontakt zu den Studierenden, vor allem, wenn man direkt positives Feedback bekommt. Ansonsten macht es mir auch sehr viel Spaß auf die Messen zu fahren, wo man die verschiedenen Schüler*innen direkt trifft und ihnen unseren Bachelorstudiengang nahebringen kann.

Welche Aufgaben ich am liebsten immer an meine HiWis delegieren würde? Naja, ich sag mal so, ich sehe uns eigentlich eher als Team, meine HiWis und mich. Aber wenn es solche Aufgaben gibt, dann sind das so Sachen wie stupides Abtippen oder stupides Ausfüllen einer Exceltabelle oder Post holen. Das würde ich wohl eher abgeben. Aber zum Glück müssen das meine HiWis nicht so oft machen.

FRE: Was sind die Top 3 Sorgen oder Schwierigkeiten von Studierenden, bei denen du ihnen helfen kannst?

Carolina: Das ist schwierig, denn manchmal kann man die Fachstudienberatung und das Mentoring nicht trennen. Eine Schwierigkeit, besonders im Masterstudiengang NEV, ist die sprachliche Barriere. Manchmal kommen dann zwei Studierende gleichzeitig in meine Studienberatung. Dann übersetzt der eine dem anderen meine Antworten. Dann versuchen wir natürlich auch auf Englisch zu kommunizieren oder mit Händen und Füßen, wenn gar nichts klappt. Eine weitere Sorge bei diesen Studierenden ist auch, dass sie evtl. den Drittversuch nicht packen oder das Studium nicht fristgerecht beenden können, gerade auch bei den auslaufenden Studiengängen. Ein weiteres Problem ist, dass die Studierenden oftmals recht kurzfristig eine Antwort oder einen Bescheid des Prüfungsausschusses benötigen. In diesen Fällen liegen die Schwierigkeiten vielleicht auch teilweise in dieser Kurzfristigkeit und der Einhaltung der Fristen. Aber das ist alles sehr individuell, deshalb ist das schwierig zu beantworten.

  Carolina Sabarny im Urlaub Urheberrecht: © FRE

FRE: Machst du noch etwas anderes an der Uni, neben deinem Job als Studienberaterin?

Carolina: Ich habe ein Jahr lang als Mentee an dem TANDEMdok-Programm teilgenommen und in diesem Rahmen dann auch Seminare besucht zum Thema Zeitmanagement, Problemlösefähigkeiten, Konfliktlösefähigkeiten. Das hilft mir natürlich einerseits privat, aber ich denke auch bei der Studienberatung. Ansonsten habe ich nebenbei den Hochschulsport genutzt, mit Zumba oder Gesellschaftstanz mit meinem Mann. Und darüber hinaus habe ich auch an einem Sprachkurs teilgenommen und versucht, Russisch zu lernen.

FRE: Und was machst du gerne nach der Arbeit in deiner Freizeit?

Carolina: Ganz allgemein koche ich sehr gerne zusammen mit meinem Mann. Das ist so unser gemeinsames Hobby geworden. Und als weiteres großes Hobby bin ich seit einem halben Jahr Mitglied in der Samba-Gruppe „Copa Sambana“. Ansonsten gehe ich super gerne auf Konzerte und zu Musicals und freue mich, wenn das nach der Corona-Zeit jetzt wieder mehr wird. Und ich gehe auch sehr gerne am Wochenende und in meinem Urlaub wandern in der Natur (am liebsten in Südtirol).

Das Interview führte Leoni Linden, Studentische Mitarbeiterin an der Fachgruppe FRE.