Carbon Capture & Utilization

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CO2-Einbindung in rezykliertem Altbeton

zyklus Carbon Capture Urheberrecht: © AMR

Die globale Entwicklung hinsichtlich Bevölkerungswachstum, damit einhergehender Urbanisierung sowie wirtschaftlichem Fortschritt erhöht die Nachfrage nach neuen Gebäuden und Infrastrukturen - und damit nach Beton.

Bereits heute ist Beton nach Wasser massenbezogen der zweithäufigste durch den Menschen angewandte Stoff. Obwohl Beton niedrige spezifische CO2-Emissionen von unter 150 kgCO2,eq/t Beton aufweist, ist dieser aufgrund seiner eingesetzten Menge für 5-8 % der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich. Der größte Teil der CO2-Emissionen des Betons stammt aus der Produktion des Zementklinkers, der Hauptkomponente des Betons. Diese Emissionen entstehen prozessbedingt aus der Kalzinierung des Kalksteins. Durch eine Substitution des Zementklinkers ist eine Senkung der CO2-Emissionen möglich.

Nachhaltige Reduktion von CO2-Emissionen

Das Potential von rezykliertem Altbeton zur CO2-Einbindung zu erschließen und diesen als Baustoff zu verwenden ist primäres Anliegen des transdisziplinären Forschungsvorhabens mit dem Namen C2inCO2. Durch die Entwicklung optimierter Aufbereitungsprozesse und effizienter Karbonatisierungsverfahren beinhaltet es die zwei zentralen Bausteine, die für eine Schließung des CO2- und Stoffkreislaufes in der Zement- und Betonindustrie und somit eine signifikante Reduzierung der CO2-Emissionen erforderlich sind.

Im Rahmen des Projektes forscht Vincent Merz vom Lehr- und Forschungsgebiet AMR (Aufbereitung mineralischer Rohstoffe) nach Aufbereitungsprozessen zur optimalen Produkterzeugung für die nachgeschalteten Prozesse. Im Fokus stehen dabei eine möglichst sortenreine, selektive Zerkleinerung des Betons in die enthaltenen Bestandteile Sand, grobe Zuschläge und Betonfeinanteile sowie eine anschließende Separation der Zerkleinerungsprodukte.


Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Implementation einer sensorgestützten, online realisierbaren Charakterisierung des Zementsteingehalts. In den relevanten Stoffströmen wird eine effektive Qualitätssicherung angestrebt, um den Separationsprozesses der Kies- und Sandanteile aus dem Altbeton zu optimieren.