IntenseMethane

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Kevin Carl

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Die kleintechnische Erzeugung von kohlenmonoxid- und wasserstoffreichem Synthesegas aus holzartiger Biomasse mit direkter Verwertung in einem Blockheizkraftwerk ist Stand der Technik. Für eine Integration des Prozesses in ein zukünftig diversifiziertes Energiesystem mit einem hohen Anteil an volatiler Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie ist besonders die Speicherbarkeit des erneuerbaren Energieträgers Synthesegas aus Holz eine zentrale Herausforderung. Mittels einer nachgeschalteten Methanisierungsstufe kann das Synthesegas zu Methan umgesetzt werden, welches eine deutlich bessere Speicherbarkeit aufweist und auch eine Einspeisung ins öffentliche Gasnetz ermöglicht. Hierfür stehen bisher vor allem katalytische Verfahren zur Verfügung, die allerdings aufgrund der geringen Standzeiten aktiver Materialien (Katalysatordeaktivierung) aktuell nicht wirtschaftlich betrieben werden können.

Im Rahmen des Forschungsprojekts "IntenseMethane" wird der innovative Ansatz verfolgt, wasserstoffreiches Synthesegas aus der Holzvergasung in einer biologischen Methanisierungsstufe zu Methan umzusetzen. Hierzu wird eine Holzvergasungsanlage an eine bestehende Trockenfermentationsanlage für organische Abfälle gekoppelt. In diesem Zusammenhang sollen auch die einzelnen Prozessschritte Vergasung und Trockenfermentation hinsichtlich der Synergieeffekte für die Sektorkopplung optimiert werden.

Die Arbeiten des TEER konzentrieren sich auf das thermochemische Vergasungssystem. Dies beinhaltet sowohl konzeptionelle Arbeiten zur Anlagenkopplung, als auch die Optimierung der Anlage auf einen N2-reduzierten Betrieb sowie die messtechnische und laboranalytische Erfassung der Einsatzstoffe und Produkte.

Partner im Projektkonsortium sind der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Industriepartner BEKON GmbH und LiPRO Energy GmbH & Co KG. Das Projekt wird unter dem Förderkennzeichen 03EI5405D vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms für drei Jahre gefördert.

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