Exkursion Institut für Nukleare Entsorgung und Techniktransfer (NET)

14.06.2019
 

Auf Exkursion ging es in der vergangenen Woche für das Institut für Nukleare Entsorgung und Techniktransfer. Thematisch ging es für Mitarbeiter und Studierende um die technischen Herausforderungen, die eine sichere Endlagerung unserer radioaktiven Abfälle mit sich bringt - eine generationenübergreifende Aufgabe. Die Standortfrage für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle war über Jahrzehnte Anlass für gesellschaftspolitische Konflikte – und ist noch immer ungelöst.

Die Exkursion startete mit einer Besichtigung des Endlagers Morsleben in Sachsen-Anhalt nahe der Grenze zu Niedersachsen. Zwischen 1971 und 1991 sowie von 1994 bis 1998 wurden hier insgesamt rund 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle endgelagert. Das Endlager soll unter Verbleib der Abfälle stillgelegt werden.

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe das Endlager Konrad in Salzgitter. Konrad liegt in Niedersachsen und ist geplant für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, die vor allem beim Betrieb und Rückbau von Kernkraftwerken anfallen, aber auch in Forschungseinrichtungen, in der Industrie und Medizin. Schacht Konrad wurde 2007 nach Atomrecht als erstes Endlager Deutschlands genehmigt. Das ehemalige Eisenerzbergwerk wird derzeit zum Endlager umgebaut. Anschließend sollen bis zu 303.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung endgelagert werden.

An der RWTH Aachen ist für das Wintersemester 2020/21 ein neuer, englischsprachiger Masterstudiengang geplant, dessen Schwerpunkt vor allem auf dem Gebiet Rückbau und Endlagerung liegen wird.

 

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