Forschungsnetzwerk GERRI stellt Positionspapier zur Kreislaufwirtschaft vor

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Handlungsempfehlungen für eine ressourceneffiziente, klimaneutrale und kreislauforientierte Rohstoffwirtschaft

Anlässlich der Auftaktveranstaltung der Dialogplattform Recyclingrohstoffe hat das Deutsche Forschungsnetzwerk Rohstoffe GERRI ein neues Positionspapier mit dem Titel „Verantwortungsvolle Rohstoffversorgung“ veröffentlicht. Darin zeigt das Netzwerk, zu dem die RWTH Aachen und acht weitere Forschungseinrichtungen gehören, den Forschungs- und Innovationsbedarf für eine ressourceneffiziente, klimaneutrale und kreislauforientierte Rohstoffwirtschaft auf.

Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung und den Erhalt beziehungsweise die Verbesserung des Lebensstandards werde bei Beibehaltung der bisherigen Wirtschaftsprozesse der Ressourcenbedarf weiter steigen, heißt es in dem Positionspapier. Um diesen enormen Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Auswirkungen auf Umwelt und Klima insgesamt deutlich zu senken, müsse die Versorgung mit Sekundärrohstoffen erheblich gesteigert und die Rohstoffgewinnung generell ressourcenschonender und klimaneutraler gestaltet werden.

Der Forschungsverbund GERRI zeigt Ansatzpunkte für Innovationssprünge entlang des Rohstoffkreislaufes auf. Es gehe darum, die Ressourceneffizienz insgesamt deutlich zu erhöhen mit dem langfristigen Ziel, eine weitgehende Schließung der Stoffkreisläufe zu realisieren. Zusammen mit einer gezielten Gestaltung der Rahmenbedingungen, einer längeren Nutzungsdauer der Rohstoffe in Produkten und Produktkreisläufen und einer möglichst vollständigen Rückgewinnung der am Lebensende in den Produkten enthaltenen Rohstoffe könne durch die dargestellten technischen Ansätze und Innovationen eine verantwortungsvolle Bereitstellung von Rohstoffen dauerhaft gewährleistet werden, erklären die am Netzwerk beteiligten Forschungseinrichtungen. Auf diese Weise könne die Rohstoffbranche einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des European Green Deal und der deutschen Klimaschutzziele beitragen.

„Ein wichtiger Innovationshebel liegt in der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz, KI, sowohl in Zusammenhang mit Technologien als auch zur Modellierung und Kontrolle der Gesamtheit der Stoffströme“, sagt Dr. Volker Steinbach, Sprecher von GERRI und Vizepräsident der BGR. „Auch interdisziplinäre und systemische Forschungsanstrengungen sind zu intensivieren sowie die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie auf europäischer Ebene ist zu stärken“, so Steinbach.

Mineralische Rohstoffe wie Metalle, Minerale und Baurohstoffe sind ein vielfältiger Bestandteil des alltäglichen Lebens und Fundament des produzierenden Gewerbes. Sie sind so gut wie überall enthalten wie in der Verkehrs- und Gebäude-, Verkehrs- und Energieinfrastruktur, in Elektronik- und Alltagsprodukten. Sie werden in erheblichen Mengen produziert und genutzt. Im Jahr 2020 lag ihre Produktionsmenge bei weltweit 54 Milliarden Tonnen.