Uni im Rathaus

 

Dienstag, 27.06.2017

Abfall ist eine Begleiterscheinung aller menschlichen Aktivitäten. Seit Beginn unserer Zivilisation zielt der Mensch darauf ab, dieser Herausforderung Herr zu werden - bislang ohne Erfolg.

 

  Aachener Rathaus Andreas Schmitter

Am gestrigen Dienstagabend diskutierten im voll besetzten Krönungssaal des Aachener Rathauses drei Abfall-Experten mit dem Publikum über das Thema „Zero Waste – Ist ein Leben ohne Abfall möglich?“.

Prof. Peter Quicker, Prof. Thomas Pretz (beide RWTH) und Ulrich Koch (AWA Entsorgung) vertraten kontrovers und unterhaltsam ihr Thema und stellten sich den kritischen Fragen des mehrheitlich jungen Publikums.

Als Zusammenfassung des Abends wurde festgehalten: ein Leben mit kompletter Abfallvermeidung ist sehr schwierig bis nahezu unmöglich durchzuhalten. Prof. Quicker fasste demgemäß die Diskussion so zusammen: Man solle versuchen, sein Leben nach dem Motto „Minimum Waste“ zu führen, also möglichst wenig Müll zu produzieren. Prof. Pretz riet den Zuhörern, im Hinblick auf Verpackungen bewusst zu konsumieren und zum Beispiel Verpackungen mit verschiedenen Materialien zu vermeiden, da diese sehr schwer zu recyclen seien. Herr Koch wünschte sich für die Zukunft mehr alternative Möglichkeiten der Abfallvermeidung, wie zum Beispiel Tauschbörsen.

Insgesamt ein spannender und informativer Abend, der sicher vielen im Gedächtnis bleiben wird.

(Text: Jens Ludszien, RWTHextern - Bürgerforum)