Absolventenportrait Marc Schulten

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Ich habe mein Studium im Fach Rohstoffingenieurwesen an der RWTH Aachen Ende 2010 mit dem Master abgeschlossen. Aufgrund der großen Vielfältigkeit der Rohstofflagerstätten hatte ich die Möglichkeit, zu meiner Studienzeit durch verschiedene Praktika sowohl die übertägige Gewinnung von Braunkohle als auch den untertägigen Abbau von Kalisalz kennenzulernen.

Während meines Studiums arbeitete ich als HiWi am Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe (TEER) in der Fachgruppe für Rohstoffe und Entsorgungstechnik (FRE) an einem interdisziplinären Forschungsprojekt zum Thema CO2-Speicherung bei in-situ vergasten Kohlelagerstätten mit und konnte in diesem Projekt meine ersten Erfahrungen im Bereich der Kohletechnik sammeln.

Das Studium beendete ich mit einer Masterarbeit zu diesem Projekt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrologie. Diese fächerübergreifende Zusammenarbeit zeigt, dass RohstoffingenieurInnen viele Schnittstellen zu anderen Bereichen haben und somit oft im Austausch zu anderen Disziplinen wie der Geologie oder Metallurgie stehen.

Nach Beendigung meines Studiums arbeitete ich als wissenschaftlicher Assistent am Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe (TEER) und betreute dort Projekte mit dem Ziel, biogene Reststoffe als Alternative zu fossilen Rohstoffen in metallurgischen Prozessen nutzbar zu machen. Ich bin also zum einen der Kohletechnik und zum anderen der Interdisziplinarität treu geblieben.

Während dieser Zeit war es mir möglich, viele verschiedene Firmen aus dem Bereich der Rohstofftechnik und deren Anlagen kennenzulernen und auf internationalen Kongressen unsere Forschungsergebnisse vorzustellen. Neben meiner Tätigkeit am TEER war ich zwei Jahre lang der Fachstudienberater für den Studiengang Rohstoffingenieurwesen und somit im ständigen Kontakt mit Studierenden aus allen Semestern. Diese Kontakte haben mir nochmals aufgezeigt, wie breit das Tätigkeitsspektrum für RohstoffingenieurInnen ist und dass man wirklich die gesamte Welt dadurch kennenlernen kann.

Seit Mitte 2014 arbeite ich für dieThyssenKrupp Steel Europe AG in Duisburg im Bereich der angewandten Kohleforschung. Meine Abteilung steht in engem Kontakt mit der Kokerei – Ziel ist es, aus möglichst günstigen Einsatzkohlen hochwertigen Hochofenkoks zu erzeugen. Neben der Bewertung von Kokskohlen und der Optimierung von Einsatzmischungen für die Kokerei gehören auch Reisen, z. B. in die USA, nach Australien oder Mosambik, zu meiner Tätigkeit. Dabei geht es um die Begutachtung der Kohlebergwerke und der Abbauverhältnisse vor Ort.

Meine aktuelle Tätigkeit umfasst viele Aspekte aus dem Bereich des Rohstoffingenieurwesens und meine bisherigen Erfahrungen zeigen mir, dass mein Studium die notwendigen Grundlagen dafür geschaffen hat.