Klaus Hahn, M. Sc. (AMR)

  Portrait Klaus Hahn FRE/Hahn

In Zeiten abnehmender primärer Rohstoffquellen bei gleichzeitig wachsender Nachfrage an Rohstoffen für die Industrie gewinnt die Forschung und Entwicklung im Bereich der Aufbereitung mineralischer Rohstoffe immer mehr an Bedeutung.

Aus der Erschließung neuer Lagerstätten, die vor Jahrzehnten noch nicht wirtschaftlich abbaubar waren, ergeben sich neue Herausforderungen. Gerade im Bereich der Feinstkornsortierung und Aufbereitung von Mineralen mit komplexem Verwachsungsgrad ist noch Vieles unerforscht.

„Wir stoßen mit konventionellen Aufbereitungstechniken an Grenzen, die nur mit der Verknüpfung weiterer Verfahrenstechniken zu überwinden sind.“ meint Klaus Hahn, der seit 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet arbeitet. Durch seine Arbeit als hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter am AMR seit 2012 hat er neben seinem Studium bereits umfassende Einblicke in die Aufbereitung mineralischer Rohstoffe erhalten. Die Tatsache, dass mit jeder Lagerstätte neue Herausforderungen für den Aufbereitungsprozess auftreten, hat ihn dazu bewogen, nach seinem Studienabschluss seine Forschungstätigkeit fortzuführen und zu vertiefen.

Mit der Verknüpfung verschiedener Verfahren hat Klaus Hahn bereits am Ende seines Studiums begonnen, als er die Kombination aus metallurgischer Vorbehandlung und mechanischer Aufbereitung an Manganknollen untersuchte. Mittlerweile betreut er ein Projekt zur Nickelgewinnung aus Lateriten mit dem Ziel, durch ein optimiertes Zusammenspiel von metallurgischen und aufbereitungstechnischen Prozessen vor allem europäische Lagerstätten wirtschaftlich nutzen zu können. Neben dem Austausch unter den Instituten ist die Zusammenarbeit mit den Unternehmen als Projektpartner ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit, die Klaus Hahn hervorhebt. „Forschung und Wirtschaft arbeiten hier Hand in Hand an Lösungswegen, wobei jeder seine Stärken einbringen kann. Jeder hat seine eigene Perspektive und kann Denkanstöße geben, die gemeinsam zu innovativen Ideen führen.“

Neben seiner Tätigkeit in dem Projekt arbeitet Klaus Hahn im Team auch an allgemeinen Institutsaufgaben wie der Betreuung von Studienarbeiten, Auftragsarbeiten für die Industrie sowie mineralogische Charakterisierungen für Aufbereitungsprozesse. Damit das Institut auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von Aufbereitungsprozessen ist, entwickeln die Mitarbeiter stetig neue Projektideen, die sowohl national als auch international gefördert werden.