Tobias Vraetz, M. Sc. (AMT)

  Portrait Tobias Vraetz FRE/Vraetz

Die Kombination aus Grundlagenforschung und anwendungsnaher Forschungs- und Entwicklungsleistung mit nationalen wie internationalen Kooperationspartnern auf universitärer als auch industrieller Ebene stellt einen wesentlichen Charakter der Arbeiten am AMT dar. Der Kern der Forschungs- und Dienstleistungsprojekte ist dabei die Nutzbarmachung von Informationen zur Prozess-, Umfeld- und Maschinenüberwachung mittels Sensortechnik mit dem Ziel der Entwicklung autonomer Systeme für den Einsatz unter den rauen Umgebungsbedingungen der Rohstoffindustrie. Die langfristige Vision des autonomen Gewinnungsgerätes, welches die relevanten Prozessgrößen zuverlässig erfasst, sein Umfeld selbständig erkennt und mit diesen Informationen selbst navigiert, sowie über Methoden der Zustandserkennung seinen eigenen Instandhaltungsbedarf meldet, ist das Leitbild der am IMR durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

Tobias Vraetz hat an der RWTH Aachen Rohstoffingenieurwesen studiert und ist seit Mitte 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IMR. Sein breit gefächertes Arbeitsgebiet umfasst dabei verschiedene Forschungs- sowie Industrieprojekte aus den Kerngebieten des IMR. Im öffentlich geförderten Forschungsprojekt MAEX (Multianalysis Acoustic Emission data eXtractor) ist er an der Entwicklung eines Systems zur Überwachung von oszillierenden Lagern mittels der Acoustic Emission Technologie beteiligt. Derartige Lager sind beispielsweise in Windenergieanlagen und Kreuzgelenkwellen verbaut. Weiterhin erarbeitet er (in Kooperation mit dem AMR) neue Konzepte zur Charakterisierung von Stoffströmen mittels Sensortechnik. Ziel hierbei ist die Entwicklung eines praxistauglichen Systems, welches den rauen Umgebungsbedingungen standhält und die Prozesssteuerung optimiert. Als Teil eines weiteren Projektteams untersucht Tobias Vraetz innerhalb eines Industrieprojekts die Betriebsfestigkeit von Großbauteilen aus der Rohstoffindustrie. Ein Bauteilversagen resultiert im Feld oftmals aus der Wiederkehr zyklischer Beanspruchungen. Ziel bei der Durchführung dieser Laborversuche ist es, die Bauteile unter zyklischer Belastung bis zum technischen Anriss zu prüfen, um anschließend eine Aussage über die Betriebsfestigkeit tätigen zu können.

Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Lehre. Hier wirkt Herr Vraetz im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen mit, den Studierenden eine solide Ingenieurausbildung zu vermitteln, die die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung ihrer beruflichen Zukunft bildet.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Know-Hows in den Forschungsgruppen „Diagnose, Instandhaltung und Anlagenüberwachung“, „Automatisierung und Sensortechnik“ sowie „RockCutting“ ist eines der Ziele am IMR. Innerhalb von verschiedenen Forschungs- und Industrieprojekten sowie Pilotversuchen werden dabei die Anwendungsmöglichkeiten unterschiedlicher Sensoren und Messsysteme evaluiert. Die tägliche Arbeit ist durch die Optimierung bestehender sowie die Entwicklung neuartiger Technologien gekennzeichnet.