Dipl.-Ing. Anja Maul und Dipl.-Ing. Yvonne Schockert (I.A.R)

  Anja Maul und Yvonne Schockert IAR

Dem Wertstoff auf der Spur

„Manchmal will man nur die Rosinen aus dem Brötchen haben. Die Sensortechnik hilft dabei.“ (Dipl.-Ing. Anja Maul)

„You’ll never know, before you go - Man wird nie wissen ob etwas funktioniert, wenn man es nicht probiert hat.“ (Dipl.-Ing. Yvonne Schockert)

Am Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.) besteht seit 2006 eine Arbeitsgruppe, deren Schwerpunkt auf der Anwendung von Sensortechnologien in der Recyclingbranche liegt. Untersucht werden insbesondere die Einsatzmöglichkeiten von unterschiedlichen Sensortechnologien zur Sortierung und zur Analyse von festen Abfällen. Dabei werden verschiedene Sensoren eingesetzt, mit denen ein Großteil des elektromagnetischen Spektrums abgedeckt werden kann.

Die Arbeitsgruppe wird von den beiden Entsorgungsingenieurinnen Yvonne Schockert und Anja Maul geleitet, die derzeit über Themen aus dem Bereich der sensorgestützten Sortierung promovieren. Anja Maul hat bereits während ihres Studiums als studentische Hilfskraft erste Erfahrungen in der Aufbereitung fester Abfälle am I.A.R. sammeln können. Yvonne Schockert arbeitete nach ihrem Studium zunächst bei einem kommunalen Entsorgungsträger und anschließend in einem Ingenieurbüro, ist jedoch in die Forschungslandschaft zurückgekehrt. Beide achten darauf, ihre Forschungserkenntnisse direkt an Studierende weiterzugeben, da dies zu lebhafteren Vorlesungen führt.

Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsgruppe sind insbesondere Einzelobjektanalysen, bei denen unterschiedliche Messtechniken wie die 3D-Objekterkennung und die Thermografie zum Einsatz kommen. Daneben wurden Untersuchungen zur Bruchkantenerkennung, zur Messung von Volumenströmen und zur Nutzbarkeit neuer Sensortechnologien, wie z.B. einer akustischen Sortierung, im Rahmen der Abfallaufbereitung durchgeführt.

Das I.A.R unterhält ein Sensorlabor, in dem verschiedene Sensortechnologien (z.B. 3D, VIS, NIR) sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander untersucht werden können. Somit ist sichergestellt, dass in diesem Bereich auch zukünftig qualitativ-hochwertige Forschungsergebnisse erzielt werden.